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Die Entwicklung des organisierten Schützenwesens im ehemaligen Mecklenburg ist eng eingebunden in der über 1000-jährigen Geschichte des Landes und des Schützenbundes. Zahlreiche Zünfte haben ihre Wurzeln im Mittelalter. Bereits im Jahre 1853 rief das Direktorium der Mecklenburgischen Schützenvereine zu einem Landesschützenfest auf, welches dann vom 17. bis 18. Juni 1853 auf der Vorburg bei Bützow durchgeführt wurde.
Am 30. Oktober 1865 fand in Schwerin die Generalversammlung der Deputierten der Mecklenburgischen Schützenzünfte im „Klöresschen Saal“ statt. An der Versammlung nahmen 34 Deputierte (Delegierte) aus 15 Schützenzünften teil. Die ältesten teilnehmenden Schützenzünfte waren, die Parchimer Zunft 1410, die Brüeler Zunft 1425, die Güstrower Zunft 1441 und die Warner Zunft 1674.
Die Generalversammlung beschloss die Gründung des Mecklenburger Landesschützenbund (MLSB) und wählte Schützenkamerad Wittenburg aus Rostock zum 1. Bundespräsidenten.
Durch den Herzog von Mecklenburg – Schwerin wurde dem Bund 1901 ein Schützenbanner gestiftet. Bis zur Überleitung (Auflösung) des Mecklenburger Landesschützenbund am
4. März 1934 in den „Gau Hanse“ des Deutschen Schützenverbandes standen 11 Präsidenten dem Bund vor und es wurden 24 Mecklenburger Landesschützenfeste in verschiedenen Städten im Land durchgeführt.
Gleichschaltung hieß die Parole nach 1934, den alten Zünften und Gilden wurde untersagt, ihre alten Traditionsuniformen zu tragen. Während eines Schützenappells in Schwerin am
20. September 1936 wurde am Alten Garten vor dem Museum in Schwerin das alte Bundesbanner des Mecklenburger Landesschützenverband aus dem Jahre 1901 an den Staat Mecklenburg übergeben, welches sich heute noch im Volkskundemuseum mit weiteren Schützenfahnen der alten Schützenzünfte und Gilden in Schwerin befindet.
Nach der politischen Wende in der ehemaligen DDR wurde von Neubrandenburger, Rostocker und Schweriner Schützenkameraden der Landesschützenverband Mecklenburg am 21. Februar 1990 gegründet. Die alte Satzung aus dem Jahr 1924 (Beschluss der Delegierten-
Versammlung vom 14.12.1924 in Güstrow) wurde bis auf einige Änderungen und Anpassung an die Neuzeit als Arbeitsgrundlage beschlossen.
Auf einem später nachfolgendem Schützentag wurde der Name „Landesschützenverband Mecklenburg“ dem Namen des neuen Bundeslandes entsprechend angepasst und in Landesschützenverband Mecklenburg – Vorpommern von 1990 e.V. auf Beschluss der Delegiertenversammlung geändert.
Mit besonderer Schützeninitiative des Schützenvereins Malchow von 1884 wurde bereits 1995 das erste große Landesschützenfest in Mecklenburg – Vorpommern, das
25. Mecklenburger Schützenfest, nachdem 1933 das letzte Fest in Neustrelitz stattfand, mit großem Erfolg durchgeführt. Als Gast konnte der damalige Ministerpräsident Dr. Bernd Seite im Festzelt begrüßt werden.
Schützenkameraden von 7 Schützenvereinen aus ehemals Mecklenburg gründeten am 27. Juli 2001 in der Hansestadt Rostock den alten ehrwürdigen Mecklenburger Schützenbund von 1865 neu.
Der Mecklenburger Schützenbund e.V. 1865/2001 ist im Vereinsregister des Amtgerichts Rostock unter der VR 1860 eingetragen. Er ist als Regionaler Bezirksschützenbund
in ehemals Mecklenburg unmittelbares Mitglied im Landesschützenverband Mecklenburg – Vorpommern e.V..
Seit dem Landesschützentag 2003 in Güstrow führt der Mecklenburger Schützenbund e.V., nach 100 Jahren wieder nach der durchgeführten Fahnenweihe, ein dem alten Schützenbanner von 1901 nach gebildetes Banner von 2001.
Gestiftet wurde das neue Mecklenburger Schützenbanner von den Gründern und Freunden des mecklenburgischen Schützenbundes (Sponsoren).
Seit Wiedergründung steht der Mecklenburger Schützenbund e.V. 1865/2001 insbesondere für die Förderung des alt überlieferten mecklenburgischen Schützenbrauchtums und der Fortführung der heimatlichen alten Traditionen in der Region Mecklenburg.
Er fördert den mecklenburgischen Königsschuss der Neuzeit und er steht für die Mitarbeit der alten Schützenzünfte, Gilden und Gesellschaften bei den jährlich ausgeschriebenen breiten-
sportlichen Jedermann - Projekten und Ältestenschießen in der Region.
Die Bilanz des Mecklenburger Schützenbund ist zunehmend gut. Im Schützenbund sind zur Zeit 870 eingetragene Mitglieder in 13 Vereinen organisiert.
Der Mecklenburger Schützenbund steht jedem Verein der im Landesschützenverband Mecklenburg – Vorpommern organisiertes mittelbares Mitglied ist zur Mitarbeit offen. Dazu bedarf es keiner erneuten Antragstellung auf Mitgliedschaft, eine Mitteilung über die Mitarbeit im Schützenbund regelt alles Weitere in der Zweitmitgliedschaft als juristische Person. Das Interesse an der Mitarbeit wird durch Zahlung einer Mitgliederumlage von
25 Cent pro Mitglied bekundet.Der Mecklenburger Schützenbund ist ebenfalls auch nach Änderung der Landessatzung des LSV/MV von 2009 offen für die Aufnahme einer juristischen Person (Verein) in der Erstmitgliedschaft (Mitgliedermeldung über den Mecklenburger Schützenbund als Regionaler Bezirksschützenbund an den LSV/MV) in diesem Fall entfällt eine jährliche Meldung über einen Kreisschützenverband (KSV).
Die Aufnahme von Fördermitglieder ist an keine Vereinsmitgliedschaft in den Untergliederungen des Verbandes gebunden. Der Förderbeitrag wird durch Beschluss der Delegiertenversammlung geregelt.
Ziel des Mecklenburger Schützenbund ist es, die ehemaligen Gründungsmitglieder (Vereine) von 1865 für die Mitarbeit im Bund zu gewinnen. Den Anfang haben die Rehnaer Schützengilde von 1588, die Schützenzünfte Krakow 1502, Bützow 1537, Gadebusch 1583, Plau 1612, Laage 1705 sowie die Schützengesellschaft Concordia Rostock 1848 und der Schützenverein Malchow 1884 gemacht. Aufgabe und Ziel ist es weitere Mecklenburger Vereine in die Bundesarbeit einzubeziehen und einen weiteren Grundstein für eine solide regionale mittel- und langfristige Schützentätigkeit in ehemals Mecklenburg zu legen.
Abschließend sei angemerkt, dass sich der Wert unserer Arbeit nicht in Zahlen ausdrücken lässt, es ist die Summe der Arbeit engagierter Schützenkameraden die sich vorbehaltlos, ehrenmatlich, unermüdlich für unsere Schützensache einsetzen und ohne deren Wirken der Mecklenburger Schützenbund nicht erfolgreich arbeiten kann.
Richten wir gemeinsam den Blick nach vorn, lasst uns in die Zukunft schauen und dabei etwas träumen, denn es ist doch sprichwörtlich so:
„Träumt einer allein, ist es nur ein Traum. Träumen viele gemeinsam, ist es der
Anfang von etwas Neuem“.
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